Mittwoch, 20. Juli 2011

Paris, mon amour

Paris. Die Stadt der unendlichen Möglichkeiten.

Während vier Tagen besuchte ich Paris und es war wunderbar! Ich bin alleine gegangen, weil alle meine Freunde schon verreist waren. Zuerst hatte ich Zweifel alleine in eine Stadt zu gehen, doch jetzt muss ich sagen, dass es ist eine tolle Art zu reisen ist. Man kann genau das tun, was man will. In meinem Fall war das Museen besuchen, viel essen und die Stadt geniessen. Ich habe wirklich unglaublich gut gegessen in diesen vier Tagen! Am ersten Tag bin ich auf dem Weg zum père lachaise einem schönen Bistro (les anemones) begegnet in der avenues de la république. Dort habe ich einen super leckeren Vegisalat gegessen und bin dann zum père lachaise. Dieser Friedhof ist wirklich unglaublich schön, er ist ein Spaziergang wert!



Nach dem père lachaise habe ich die Metro genommen um ins musée de l'orangerie zu gelangen. Das Museum ist gut, hat mich jedoch nicht so begeistert wie das musée d'Orsay, das ich am nächsten Tag besucht habe. Doch das schönste Museum habe ich am dritten Tag besucht: das maison européenne de la photographie im marrais. Ich liebe Fotografie und das Museum stellt einfach geniale Fotografen aus. Zur Zeit stellt das Museum auch Jane Evelyn Atwood aus. Ich war begeistert von ihrer Art traurige Realitäten darzustellen. Im Museums Shop musste ich mir dann gleich "rue des lombards" von JEA kaufen. Ein Zitat von Atwood, das in der Ausstellung gross auf einer weissen Wand steht, gefällt mir besonders: "on a parfois l'impression que les photos ne servent à rien. Il faut les faire quand meme."
Ein Foto im maison européenne de la photograpgie gefiel mir besonders:

doucement de Linda Tuloup
Ich könnte noch Stunden lang über Paris schreiben oder erzählen, aber um es kurz zu machen: Paris ist definitiv eine meiner Lieblingsstädte und ich werde bestimmt noch oft den TGV an den den Gare de l'Est nehmen!

Hier noch ein paar Paris-Tips: 

food:

- Les anemones 41, avenue de la république
- Breakfast in America: 4, rue Malher 75004 Paris
- Brasserie Le Concorde 239, Boulevard Saint Germain 75007 Paris
- Ladurée 21, rue Bonaparte 75006 Paris
- Le Coffee parisien 4, rue Princesse 75006 Paris

shopping:

- le thé des écrivains 16, rue des Minimes 75003 Paris
- Shakespeare and Company 37, rue Bucherie 75005 Paris


- Nadine Delepine 14, rue Princesse 75006 Paris
- Alambic 34, rue du four 75006 Paris
- Princesse tam tam 53, rue Bonaparte 75006 Paris
- Les Archives de la Presse 51, rue de Archives 75003 Paris



musées:

- maison européenne de la photographie 5/7, rue de Fourcy 75004 Paris
- muséee des arts decoratifs 107, rue de Rivoli 75001 Paris
- musée d'Orsay 1, rue de la Légion d'Honneur
- musée de l'orangerie Jardin de Tuileries 75001 Paris
- musée quai Branly 37, Quai Branly 75007 Paris (not my cup of tea- but maybe yours..)

la ville:
- Hotel (***): villa st martin 27, rue des Récollets 75010 Paris
- ein Buch lesen im Jardin de Tuileries
- eine Stadtrundfahrt auf der Seine



- crepes essen
- nur noch eine Stunde in Paris? In eine Kaffee sitzen und Leute beobachten ist die beste Art Paris aufzunehmen

p.s. ich liebe Metro fahren in Paris!

Freitag, 15. Juli 2011

Paris, la rue princesse




soon more about PARIS. Just one thing right away: I LOVE PARIS!

Dienstag, 5. Juli 2011

holiday, oh, holiday!

the best time of the year...

die Sonne geniessen ist einfach das Schönste. Und wenn dann noch Freunde dabei sind, wird der Tag einfach wunderbar! Hier ein paar Fotos (für meine Tati-schade, dass du nicht hier bist!)









next stop: PARIS



Montag, 27. Juni 2011

Bonjour Tristesse


Adieu tristesse
Bonjour tristesse
Tu es inscrite dans les lignes du plafond
Tu es inscrite dans les yeux que j’aime
Tu n’es pas tout à fait la misère
Car les lèvres les plus pauvres te dénoncent
Par un sourire
Bonjour tristesse
Amour des corps aimables
Puissance de l’amour
Dont l’amabilité surgit
Comme un monstre sans corps
Tête désappointée
Tristesse beau visage

-P. Eluard

Samstag, 18. Juni 2011

Samstag, 4. Juni 2011

Zu hoch


Es stört mich, dass Worte, die ausgesprochen wurden nicht zurückgenommen werden können. Vielleicht kann man sie doch zurücknehmen. Doch sind die Worte dann wirklich vergessen? Wir können nicht vergessen. Die Worte, die einmal gedacht und dann ausgesprochen wurden stehen zwischen uns. Sie stehen da, wie eine Mauer. DDR auf der einen Seite, BRD auf der anderen. Römer da, Barbaren dort. Ich hier, du da drüben.

Wird die Mauer fallen? Wann wird sie fallen? Vielleicht können wir uns solange aufstützen. Das braucht viel Kraft. Ich weiss nicht, ob ich stark genug bin. Kann ich wirklich Tag für Tag die Kraft aufwenden, um mich aufzustützen, um dich für wenige Minuten zu sehen?

Würden wir uns nicht so gut kennen, könnten wir vielleicht vergessen. Oder so tun, als ob. Die Mauer wäre tiefer, man könnte problemlos darübersteigen. Die Worte wären vergessen. Was bedeutet man sich dann noch? Nach ein paar Jahren würde man sich auseinanderleben, glaube ich.

Zwischen uns steht also diese Mauer. Wie hoch sie ist, weiss ich nicht. Weisst du, wo sie aufhört? Könnte man an einem Ende problemlos auf die andere Seite wechseln? Wie sieht es bei dir aus? Ich bin einsam.

Montag, 23. Mai 2011

Wiedersehen


Das letzte Mal als wir uns gesehen haben waren wir vier oder fünf. Damals haben wir jeden Tag zusammen gespielt. Ich war wie verrückt in sie verliebt. Jetzt seh ich sie wieder. Nach fünfzehn Jahren darf ich sie wieder sehen. Sie hat mir ein Foto geschickt. Ich muss zugeben, sie sieht in echt noch besser aus. Ich betrachte sie durch die grossen Scheiben. Sie hat mich noch nicht erkannt. Ich nehme meine Tasche und gehe auf sie zu. Sie hat mich endlich erblickt und springt auf mich zu. Sie klammert ihre Beine um meine Hüften und küsst mich auf die Backe. Sie will wissen wie’s mir geht, ob ich Hunger habe und ob die Reise nicht zu schlimm war. „Ich habe ziemlich Hunger, sonst geht es mir gut und den Rest erzähl ich dir später“
„Ach entschuldige mich, ich bin einfach unglaublich aufgeregt, dass du da bist. Endlich habens wir geschafft. Wie lange ists jetzt her?“, sie läuft zielstrebig auf einen Jeep zu, indem ein blonder Typ mit Poloshirt sitzt. Sie küsst ihn auf den Mund und sagt ich solle doch einstiegen. Während der Fahrt erfahr ich, dass Oskar und Emma sich schon seit fünf Jahren kennen.

Beim Kochen sind Oskar und Emma unerträglich. Sie lachen die ganze Zeit, und er kneift alle 10 Minuten Emma in den Po. Ich habe mir das anders vorgestellt. Ich habe ja erwartet, dass sie einen Freund hat, aber ich dachte, dass wir den ersten Abend alleine verbringen würden. Doch Emma brauchte schon früher immer viele Leute um sich. Bloss nicht eine Sekunde alleine sein. Nach einer Flasche Wein klopts an der Tür. Emma macht auf und schon wieder erscheint ein gut aussehender Typ, dem sie auf den Mund küsst. Der Typ geht auf den blondhaarigen Typen mit dem Poloshirt zu und gibt ihm einen langen Zungenkuss.

Nach dem Abendessen gehen Raul und James, und ich bleibe alleine mit ihr sitzen. Ich geniesse es. Wir sind beide schon ziemlich angetrunken, als ich mich getraue, sie zu fragen, ob sie einen Freund hat. Sie sagt, sie habe nur Freunde, keine Freundinnen. Aber einen Freund habe sie nicht, sie war noch nie verliebt. Sie sagt, sie sieht junge Männer nicht so wie andere Mädchen. Sie findet Männer nicht faszinierend oder mysteriös. „Ja, sexy können sie sein. Aber sonst..“  Sie ist faszinierend. Ich kenne keine, die so ist, so wie sie. Sie beginnt zu lachen und will wissen, wie viele Freundinnen ich hatte. „Warte, lass mich raten! Du bist ein elender Romantiker, das heisst du warst schon recht alt beim ersten Mal. Du hast auf die Richtige gewartet. Ok, du warst 16 beim ersten Mal, dann warst du zwei Jahre mit ihr zusammen. Und seither hattest du nur noch was mit Unbedeuteten, in keine hast du dich verliebt. Hab ich Recht?“ Ja klar, hat sie Recht. „Na ja, nicht ganz. Aber lassen wir das. Ich will gar nicht wissen wie viele Typen du um dich hattest in all den Jahren und wie viele sich unsterblich in dich verliebt haben.“ Sie schaut mich von der Seite an und rollt mit den Augen. „In mich verliebt sich keiner. Ich bin der Kumpeltyp, mit mir hat man’s lustig und ich mach bei jedem Scheiss mit, aber ich bin kein girlfriend.“ Am liebsten würde ich ihr sagen, dass ich mich in sie verlieben könnte, doch ich sage „Hm...“ Sie setzt sich neben mich aufs Sofa und legt ihren Kopf auf meine Schulter. Die eine Hand legt sie auf meinen linken Oberschenkel und mit der anderen fährt sie mir durch die Haare. Ich muss etwas tun. Ich will sie. Sie will mich. Ich muss den Schritt machen. Sie würde es nicht tun, sie ist zu stolz.

Wir sitzen schon zehn Minuten auf dem Sofa und reden nicht. Was soll ich tun? Ich will etwas tun. Aber es geht nicht, nicht bei ihr. „Haa, ich bin müde, gehen wir schlafen“ Jetzt hab ich die Gelegenheit verpasst. Sie will schlafen gehen, verdammt! „OK, wo schlaf ich?“
„Du kannst in meinem Bett schlafen, ich schlafe auf der Couch.“
„Bist du sicher? Ich kann hier schlafen, wirklich!“
„Nein, schon gut. Ich schlaf eh nicht oft in meinem Bett.“

Seit zwei Stunden liege ich in ihrem Bett und starre an die Decke. Wie hat sie das gemeint, sie schläft nicht oft in ihrem Bett? Hat sie doch einen Freund? Oder steht sie auf Frauen? Oh nein, sie steht auf Frauen. Aber warum hat sie mich dann den ganzen Abend so angeschaut und berührt? In dem Moment öffnet sich die Türe. Sie tritt ins Zimmer, ich schliesse die Augen. „Tschuldigung, bist du noch wach?“ Etwas zu schnell antworte ich „JA!“ Sie lächelt. Sie zeigt aufs Bett und fragt „darf ich?“ Klar darf sie. Wenn jemand darf, dann sie. Sie trägt ein knappes weisses Tshirt, das ihr bis über den Po reicht. Sie rutscht nah an mich heran und ich spüre ihre glatten, kühlen Beine. „Ich kann nicht alleine schlafen. Ich weiss, ich sollte es lernen, aber seit dem Tod meiner Mutter will ich in der Nacht nicht mehr alleine sein.“  Ich streichle ihren Arm und sage, dass es verständlich sei. Sie sieht mir in die Augen und eine Träne läuft ihr übers Gesicht. Ich nehme ihr Kinn in meine Hand und ziehe ihr Gesicht näher zu meinem. Sie streicht die Träne weg und küsst mich. Sie küsst  mich sanft auf den Mund. Ihre vollen Lippen federn auf meinen angenehm ab.

Wir reden. Schon seit Stunden. Sie ist wie früher. Sie hat keine Ahnung, was sie für eine Wirkung auf mich hat. Mir geht es gut. Ich fühle mich wohl. Sie gefällt mir, richtig gut sogar. Gefalle ich ihr auch? Sie fragt, was ich denke. „Ehm, sorry, ich habe gerade nicht zugehört.“
„Ach, immer noch wie früher. Die Hälfte deines Lebens spielt sich bei dir im Kopf ab, stimmts?“ Sie drückt mir einen Kuss auf den Hals.
„Ja, das ist wohl so. Ehrlich gesagt ziemlich unpraktisch.“
„Kann sein, aber es ist, was dich ausmacht.“
„Mhm. Sag mal, willst du keine Beziehung oder ist dir keiner gut genug?“
„Keines von beiden. Ich hab mich noch nie verliebt. Und die Männer, die ich zu Teenagerzeiten begehrt habe waren nicht nett. Allesamt Arschlöcher.“
Ich möchte nicht wissen, ob ich ein Arschloch bin, darum küsse ich sie. Ich will sie.